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Zwanzig Zehn (03.01.10)

Das Prequel:

Euro, Michael Jackson, Barney Stinson, Sex, Wirtschaftskrise, posar, Michael Schuhmacher, Dänemark, Usain Bolt, Fitnessstudio, Metro, Abitur, Bildungsstreiks, Papst Ratzinger, Barack Obama, Star Wars Episode II, World of Warcraft, das sechste Buch zum fünften Band der vierbändigen Triologie, Mashups, Dan Brown, Poker, Harry Potter, Neugeborene, Afrika, Klimaprobleme, Energiewandel, 5.1, Sauna, Millenium, Angela Merkel, Sommermärchen 2006, Nine Eleven, Taliban, Fluch der Karibik, Band die sich nach Tieren benennen und mit “The” anfangen, iPhones, Nichtraucher, Flatscreens, Herr der Ringe, Google, Bachelor- & Masterabschlüsse an deutschen Universitäten, LHC, Auslandsaufenthalt, 8 Bit, Full-HD, Zeitungskrise, “Du bist Deuschland”

2010 und das neue Jahrzehnt:

Zitat: “This is gonna be legendary”

Internet is wachting you (22.12.09)

Ich habe gerade in der FAZ nen Artikel über Google gelesen und dabei kam mir die Idee für folgendes Szenario. Na gut, die grobe Vorstellung davon gibts bestimmt schon seit Minority Report (2002), könnte vielleicht noch im kommenden Jahrzehnt Wirklichkeit werden und eignet sich bestimmt in ihrem vollen Umfang für ne Bachlor- und Master-Thesis irgendwo im Bereich Informatik.

Stellen wir uns mal irgendwas vor. Zum Beispiel, dass es Sonntag morgen ist. Der Schnee liegt noch schön sauber auf der Straße und die warmen Sonnenstrahlen werden darauf reflektiert. Wir nehmen unsere Freundin(nen) an die Hand und wandern mit ihr einfach mal so durch die Stadt um mit ihr etwas Zeit zu verbringen. Da das Spazieren gehen anstrengend ist und uns doch schon ein bissel kalt ist, entwickeln wir in unserem Bauch so ein Vorfreude-Gefühl als wir am Ende der Straße ein kleines Café entdecken.

Wir öffnen die Tür und treten hinein. Dabei entdeckt uns die kleine Webcam, welche an der Decke über der Eingangstür hängt. Zur Optimierung und quasi als Daseinsberechtigung ist sie mit einer Gesichtserkennungs(Face recognition)-Software verbunden. Also ist schonmal der erste Schritt gegeben. Sobild wir das Café betreten, kann unser Gesicht analysiert werden.

Natürlich hat auch dieser Webcam-Rechner einen Internetzugang (hat ja natürlich heute jeder). Wenn man das Gesicht also sehr eindeutig identifizieren kann, kann man ja gleich mal bei google, Facebook oder 123people suchen, ob man da nicht ein paar Übereinstimmungen findet.

Oh, was für ein Zufall: Unsere Bilder decken sich zu 99,99% mit dem Facebook-User “Karl Müller”. Und da dieser in den letzten 14.239 Status-Updates 17 mal das Wort “Latte Machiato” erwähnt hat, servieren wir ihm diesen sofort. Ohne dass er sich diesen noch bestellen muss.

Vielleicht freut sich Karl darüber. Vielleicht wollte er heute auch mal ne heiße Schokolade ausprobieren, wurde aber von seinen Gewohnheiten eingeholt … Kann sich aber immernoch nach sehr individualisiertem und perfekt-angepassten Kunden-Service anhören.

Aber was ist mit folgendem Szenario: Bei uns klingelt morgens um 08:00 die Polizei mit einem Psychologen an der Tür. Dabei haben sie eine Liste, wann wir in welcher Disko was getrunken haben, an welcher Tanke wir uns wann nen Bier gekauft haben und in welchen Nachbars-Garten wir uns daraufhin übergeben haben. Das war’s dann mit schön feiern! Stattdessen gibts ne Anzeige und ne Einweisung in die Klinik, weil man den Einkäufen von mir definitiv auf eine Alkohol-Sucht schließen kann.

Naja … unsere digitalen Schritte werden jetzt schon verfolgt und wir schreiben noch net vor Empörung …

Hip Hop?! Ist ja ekelig (12.12.09)

Okay, ich muss es zugeben. Ich höre Hip-Hop. Aber nicht dieses USA-Gangsterap-Zeug wie 50 Cent oder so, sondern das, was einige als “noch primitiver” abstempeln werden: Deutschen Rap!

Gerade wenn man mal ne stressige Woche, einem ne Menge auf den Sack geht oder man für die Klausur in “Privat- und Wirtschaftsrecht” lernen muss. Und warum? Weil die Unterdrückung aller Nutten Frauen, grenzenlose Beleidigung und böse-guckende Typen voll mein Ding sind NICHT!

Sondern weil die meisten Lieder eine ganz andere Geschichte erzählen (aber eben halt mit harten Worten): Es geht um die Härte das Leben! Man muss sich Erfolge hart erarbeiten, man bekommt nix geschenkt, dass das Leben einen erbarmungslos fickt, dass man sich von nichts aus der Bahn werfen lassen darf, dass man sich Erfolge setzen muss und dass man auch die höchsten davon erreichen kann wenn man wirklich will.

Finde ich super. Also ist die ganze Ersguterjunge-Crew (Bushido, D-Bo, Saad, …) mein heimlicher Motivationstrainer. (Und damit meine ich nicht die Party-Feier-Motivation, sondern die, welche jemanden von ganz unten wieder hoch bringt.)

Was ist eure Meinung zu diesen Musik-Künstlern? Bin ich jetzt trotzdem unten durch, weil ich manchmal solche Musik höre oder könnt ihr mich verstehen? Welche Künstler sind eure persönlichen Motivationstrainer?

Rettet die Erde (06.12.09)

… oder manchmal auch “Rettet den Planeten”, überall hört man diesen Ausruft und denkt sich “ja, diese Menschen tun was Gutes”. Aber eigentlich sind sie nur auf eine andere Art Egoistisch als andere.

Schon die Bezeichnung “Rettet die Erde” ist total falsch. Die Erde braucht nicht gerettet werden. Egal welche Klima-Kathastrophe kommt, sie wird immer da sein (jedenfalls bis die Sonne explodiert). Ihr ist es auch egal, ob wir auf ihr Leben oder sonst irgendjemand.

Also sollte es besser “Rettet die Menschen” heißen. Und dabei ist es doch schon sehr egoistisch sich selbst retten zu wollen. Manche Menschen sind eben zeitnah Egoistisch (wie geht es mir morgen am besten?) und manche eher vorausschauend egoistisch (wie geht es mir in 80 Jahren am besten?)

Habe letzten per Email den Hinweis auf das EnergyCamp erhalten. Mal gucken … vielleicht geh ich hin …

Vielleicht werde ich demnächst noch einen Artikel schreiben, warum der Kommunismus derzeit für mich die beste Lösung zum Klimaproblem ist.

Barcamp Mainz (Feedback) (30.11.09)

Ich war ja schon auf vielen Veranstaltungen, doch nun auch zum ersten Mal auf einem richtigen Barcamp. Viele Veranstaltungen hatten zwar schon Barcamp-Charakter, aber mehr Organisation. Kann ich auch verstehen, denn 300 Menschen lassen sich spontaner verwalten als 1500 (und essen auch weniger). Ich bin gerne bereit 10 Euro oder so zu bezahlen für Essen, Wissen und nen tolles T-Shirt, aber das wollen die ganzen Barcamper ja nicht (gemäß dem deutschen Grundsatz “Bildung muss unentgeldlich sein”).

Ich finde es super, wenn sowas ohne Eintrittskosten auskommt, aber finde die Grundhaltung des Schmarotzens sehr unanständig. Solange es nicht zur Bereicherung irgendwelcher Personen ist, sondern nur damit sich die Veranstaltung trägt, ist es durchaus okay.

Naja, jedenfalls war das Barcamp Mainz (2009) kostenlos. Dafür gab es super Themen, interessante Menschen, ein T-Shirt (jetzt hab ich auch ein “Ich war auf einem Barcamp”-Tshirt) und Lasagne Bolognese.

Samstag:

An sich ein super Tag, aber wenn man schon morgens Uni hatte, dann ist man doch von den ganzen Dozenten (auch wenn sie wirklich lebendige Vorlesungen machen) etwas erschöpft, freut sich aber irgendwie trotzdem auf das Aufregende, auf das Neue, auf das … Barcamp.

Hier muss ich nochmal schnell Kritik einschieben: Es wäre super gewesen, wenn man die Anreise etwas besser hätte Ausschildern können. Es gab nirgends irgendwelche Schilder oder Wegweiser und man irrte verwirrt mit einer ausgedruckten Map durch das leere Uni-Gelände in Mainz.

Schwimmen wir im medialen Ozean

Gleich als erstes kein Vortrag, sondern eine Diskussionsrude. Die Moderatorin Julia Stahl @Julietta13 hat es geschafft eine erstklassige Diskussion um Politik zu entfachen (und unsere Hoffnungen an gute Politik wieder zu erwecken). Andere Diskussionen wären wahrscheinlich eher zu einem “Nerds gegen Politiker” geworden, aber hier war es gut und ich schließe als persönliches Fazit: “Wir brauchen ein eignes Recht für Internet und Computer, anstatt Gesetzte von 1800 analog darauf anzuwenden”.

Das Schwarm Projektmanagement

Sehr schöne Präsentation. Es ging um Schwarmprojekte, welcher der Sessionleiter durch Erfahrungen bei der Firma *** gemacht hat. Dadurch (auch weil die Firma selbst dort Sponsor war), stieg einem der Name teilweise zu Kopf und man fragte sich, ob es nun um Wissen oder um Werbung geht. Abgeschlossen wurde die Session mit einer zweigeteilten Diskussion ob solche Schwarmsachen überhaupt Projekte im eigenlichen Sinne sind.

It’s all about the User – User centered Design als Strategie

Großartig! Lebendig! Ein sehr junger Dozent (und ich glaube auch Helfer des Barcamps) namens Tom Klose @humanized hat eine wirklich schöne Diskussion über den User im Mittelpunkt des Designs vorgestellt. Genaueres kann ich jetzt gar net mehr dazu sagen (ich brauch die Slides), aber durch ihn fand ich auch seinen super Blog “Humanized Interface” und kann euch nur empfehlen ihn (und seinen Vortrag) auf dem nächsten Webmontag kennen zu lernen.

What if the price of machines that think is people who don’t

Letzte Vortrag für Samstag. Wobei es auch eher eine Diskussion war, welche von Hendrik Sommerfeld @hsommerfeldt in die Richtung geleitet wurde, wieviele Entscheidungen man dem User abnehmen darf. Wie weit darf ich etwas vereinfachen und Entscheidungen im Namen des Users treffen? Wie weit macht uns unsere Technologie (Wikipedia) unmündig und warum müssen wie viel mehr Wissen wissen als vor 20 Jahren.

Party im KulturCafe an der Uni Mainz

Party ist definitiv das falsche Wort! Keine laute Musik, keine alkohol-befüllten Minderjährigen und keine “neue Jugendkultur”. Stattdessen war es genau das, was das Barcamp ausmacht: Netzwerken mit neuen Bekanntschaften, vertiefte Diskussionen über Internet und Programmierung, Austauschen von Berufserfahrungen (und etwas Flirten mit dem Mädchen aus der Küche).

Großartig war, dass das KulturCafe direkt unter dem besetzten Hörsaal war, wo Studentan auch am Wochenende sich voll mit dem Bildungsstreik beschäftigten und ihn ihrem Matratzenlager Filme schauten und lernen. Auch mit dieser Kulturschicht hatte ich ein sehr interessantes Gespräch und ich vermisse es (als Student einer privaten Hochschule) nicht selbst dort mitmachen zu können.

Sonntag

Scheisse! Alles verpasst! Krankheit und Erschöpfung haben mich daran gehindert am Sonntag nochmal mitzumachen!

Fazit:

Eine super Veranstaltung! Ich würde sagen, dass es sich auf jeden Fall gelohnt hat, so etwas hier in der Umgebung zu realisieren. Für die Vorträge wären noch ein paar mehr Teilnehmer (es waren 300) schön gewesen, aber dass hat auch die Diskussionen eher in kleinerem Rahmen gehalten. Mein Dank geht wahrscheinlich größtenteils an Darren Cooper @dc7590, den man wirklich überall sieht und der solche Veranstaltungen einfach zu Gold machen kann.

Beim nächsten Barcamp Mainz (oder was auch immer), bin ich dabei (das ist jetzt schon ne verbindliche Zusage zum Helfen und Organisieren). Freue mich schon auf den Webmontag.

Links:

Barcamp Mainz: http://www.barcampmainz.de
Twitter des Barcamps: http://twitter.com/bcmainz
Nächste verwandte Veranstaltung: Webmontag FFM http://www.webmontag.de/location/frankfurt/index

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Der Autor
Autor des Blogs: 22 Jahre, männlich, studiert Wirtschaftsinformatik, arbeitet als Social-Media-Experte / Software-Entwickler, wird "Jedi" genannt, blond/grüne Haare, sportlich, Brille, intelligent, verrückt, romantisch, spontan

Interesse: Gitarren, Musik, Sport, Politik, Uni, World of Warcraft, Physik, Web2.0, Jugendgruppen, Mädels, Star Wars, Zombies
Veranstaltungen
Webmontag 18.01.2010 in Frankfurt
PolitCamp 30.-31.01.2010 in Bonn
re:publica 14.-16.04.2010 in Berlin
EnergyCamp 30.-31.05.2010 in Hamburg
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